Glossolalia (2000)
Nach zwanzig Jahren das zweite Soloalbum (2000): deutlich härterer Prog mit Schlagzeuger Virgil Donati, Bassist Billy Greer und Gitarrist Mike Slamer. Zehn Titel, zwei davon über neun Minuten, produziert von Walsh und Trent Gardner von Magellan. Keine Charts, aber das ambitionierteste Soloalbum, entstanden parallel zu Somewhere to Elsewhere.
Aufnahme: 2000, Produzenten Steve Walsh und Trent Gardner, Mix Mike Slamer (Angaben laut Discogs)
Entstehung: zwanzig Jahre nach dem Debüt
Zwischen Schemer-Dreamer und Glossolalia liegen zwei Jahrzehnte, zwei Streets-Alben und drei Kansas-Alben. Das zweite Soloalbum entstand parallel zu den Aufnahmen für Somewhere to Elsewhere, für das Walsh seine Gesangsspuren im Heimstudio einsang, und erschien 2000 bei Magna Carta, demselben Label wie das Kansas-Reunion-Album. Produziert haben Walsh und Trent Gardner, der Keyboarder der Prog-Band Magellan, der auch Trombone spielt. Die Band: Billy Greer am Bass, Mike Slamer an der Gitarre, der Walshs Partner bei Streets war und das Album mischte, und der australische Schlagzeuger Virgil Donati, bekannt für sein technisch anspruchsvolles Spiel bei Planet X. Dazu kamen Page Waldrop an Steel- und Akustikgitarre und Jim Roberts an der Hammondorgel.
Die Songs: härter und länger
Zehn Titel, darunter zwei Stücke mit neun und zehn Minuten Länge, „Kansas“ und „Smackin' the Clowns“. Discogs ordnet das Album zwischen Symphonic Rock, Hard Rock und Prog ein, und das trifft es: Glossolalia ist deutlich härter als alles, was Walsh vorher solo oder mit Streets gemacht hatte, mit Donatis Schlagzeug als Motor und Slamers Gitarren im Vordergrund. Der Titeltrack, „Serious Wreckage“ und „Heart Attack“ eröffnen mit Tempo, „Nothing“ und „Rebecca“ sind die kürzeren, ruhigeren Stücke, „Mascara Tears“ eine siebenminütige Ballade.
Walshs Rolle
Gesang, Keyboards, Produktion und sämtliche Kompositionen. Glossolalia ist das Album, auf dem Walsh am weitesten vom Kansas-Sound weggeht und gleichzeitig am meisten Prog wagt. Seine Stimme ist tiefer und rauer als in den Siebzigern, was zum härteren Material passt. Für Fans, die ihn nur über Dust in the Wind kennen, ist das Album eine Überraschung, für Prog-Hörer die Empfehlung unter seinen Soloalben. Mehr zu den Solo-Jahren unter Solo und Streets.
Rezeption und Charts
Keine Chartplatzierung, keine Zertifizierung. Das Album erschien in einer Zeit, in der Magna Carta mit Bands wie Magellan, Cairo und Shadow Gallery den amerikanischen Prog-Nachwuchs vertrat, und Glossolalia wurde in dieser Szene wahrgenommen, nicht im Mainstream. Bei Discogs liegt die Bewertung der Sammler bei 3,7 von 5 Punkten.
Editionen
Original-CD 2000 bei Magna Carta (MAX-9043-2). Eine Vinylausgabe oder ein Remaster gibt es nicht, das Album ist gebraucht als CD zu finden und digital erhältlich. Ein Wikipedia-Artikel existiert nur als Weiterleitung, die Angaben auf dieser Seite stammen aus der Discogs-Datenbank.
Warum das Album für Fans zählt
Glossolalia ist das ambitionierteste Soloalbum von Steve Walsh und das einzige, das mit den langen Formen von Kansas mithält. Wer Somewhere to Elsewhere mag, hört hier, was Walsh im selben Jahr ohne Livgren machte. Das nächste Soloalbum, Shadowman, folgte 2005 und kehrte zum melodischen Rock zurück.
Tracklist von Glossolalia
| Nr. | Titel | Länge | Autor(en) | Lead-Gesang |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Glossolalia | 5:20 | Walsh | Walsh |
| 2 | Serious Wreckage | 6:01 | Walsh | Walsh |
| 3 | Heart Attack | 4:18 | Walsh | Walsh |
| 4 | Kansas | 9:00 | Walsh | Walsh |
| 5 | Nothing | 3:08 | Walsh | Walsh |
| 6 | Haunted Man | 5:35 | Walsh | Walsh |
| 7 | Smackin’ the Clowns | 10:05 | Walsh | Walsh |
| 8 | That’s What Love’s All About | 5:05 | Walsh | Walsh |
| 9 | Mascara Tears | 7:05 | Walsh | Walsh |
| 10 | Rebecca | 5:15 | Walsh | Walsh |
Besetzung
- Steve Walsh: Gesang, Keyboards, Produktion
- Mike Slamer: Gitarre, Mix
- Billy Greer: Bass
- Virgil Donati: Schlagzeug
- Trent Gardner: Keyboards, Posaune, Produktion
- Page Waldrop: Steel- und Akustikgitarre
- Jim Roberts: Hammondorgel
Charts und Auszeichnungen
- US Billboard 200: keine Platzierung
- Deutschland: keine Platzierung
- Auszeichnungen: keine
Walshs Anteil an Glossolalia
Gesang, Keyboards, Produktion und sämtliche Kompositionen. Glossolalia ist das Album, auf dem Walsh am weitesten vom Kansas-Sound weggeht und am meisten Prog wagt, mit Donatis Schlagzeug und Slamers Gitarren.
Häufige Fragen zu Glossolalia
Wer spielt auf Glossolalia Schlagzeug?
Virgil Donati, der australische Schlagzeuger von Planet X, bekannt für seine technische Präzision.
Was bedeutet der Titel Glossolalia?
Glossolalie ist das Zungenreden, das Sprechen in unverständlichen Lauten. Walsh gab dem Album und dem Opener diesen Titel.
Gibt es Glossolalia auf Vinyl?
Nein. Das Album erschien 2000 nur auf CD bei Magna Carta und ist digital erhältlich.
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