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Abseits von Kansas

Solo & Streets

Steve Walsh hat abseits von Kansas vier Soloalben (1980 bis 2017) und zwei Studioalben mit seiner Band Streets (1983 und 1985) veröffentlicht, dazu Gastauftritte bei Steve Hackett, Kerry Livgren und dem Projekt Khymera. Hier findest du alle Alben mit Einordnung, Kaufempfehlung und Direktlink.

Solo · 1980–2017

Das Solo-Werk

Schon 1980 veröffentlichte Walsh mit Schemer-Dreamer ein erstes Soloalbum, noch während seiner Kansas-Zeit und mit Kansas-Kollegen im Studio: Kerry Livgren, Phil Ehart und Rich Williams spielten mit, dazu der spätere Kansas-Gitarrist Steve Morse. Das Album ist melodischer und direkter als die Band, ein AOR-Vorgriff auf die Streets-Jahre.

Danach vergingen zwanzig Jahre. Glossolalia (2000, Magna Carta) entstand parallel zum Kansas-Reunion-Album Somewhere to Elsewhere und ist das härteste und progressivste seiner Solowerke, mit Schlagzeuger Virgil Donati und Billy Greer am Bass. Shadowman (2005, Frontiers) rückt zurück in den Melodic Rock, 2007 kam es mit Bonustracks neu heraus. Black Butterfly (2017, Escape Music) schrieb Walsh drei Jahre nach dem Kansas-Abschied mit dem schwedischen Gitarristen Tommy Denander; es ist bis heute sein letztes Album.

Wenn du nur eines hören willst: Schemer-Dreamer klingt am meisten nach Kansas, Glossolalia zeigt den Sänger am mutigsten, Black Butterfly ist das Abschiedswerk. Eine Übersicht mit Tracklists findest du in der Diskografie, die Einordnung in sein Leben in der Biografie.

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Streets · 1982–1985

Die Band Streets

Zwischen seinen beiden Kansas-Phasen leitete Walsh die Melodic-Rock-Band Streets, gemeinsam mit dem britischen Gitarristen Mike Slamer, Bassist Billy Greer und Schlagzeuger Tim Gehrt. Walsh hatte Kansas im Oktober 1981 nach dem Streit um Kerry Livgrens christlich geprägte Texte verlassen und wollte geradlinigeren Rock machen. Bei Atlantic Records erschienen 1st (1983) mit der Single „If Love Should Go“, die in die US-Charts kam, und Crimes in Mind (1985). Kommerziell blieb die Band ein Achtungserfolg, unter Sammlern gelten beide Platten heute als AOR-Klassiker; 1997 erschien mit „King Biscuit Flower Hour Presents Streets“ noch ein Konzertmitschnitt aus der Tourzeit.

1985 löste sich Streets auf, weil Walsh zu Kansas zurückkehrte und Billy Greer gleich mitnahm; er blieb bis 2024 Bassist der Band. Mike Slamer spielte später bei Steelhouse Lane und Seventh Key. Mehr dazu im Artikel über Streets, Walshs vergessene Band der 80er und in Steve Walsh in den 80ern.

Khymera und Gastauftritte

2003 sang Walsh auf dem selbstbetitelten Debüt des Projekts Khymera (Frontiers Records), gemeinsam mit dem italienischen Multiinstrumentalisten Daniele Liverani; 2005 folgte das zweite Khymera-Album „A New Promise“, danach übernahm Dennis Ward den Gesang. Bereits 1978 hatte Walsh als Gast auf dem Soloalbum „Please Don't Touch!“ von Ex-Genesis-Gitarrist Steve Hackett gesungen, eine bemerkenswerte Brücke zum britischen Progressive Rock. 1980 war er auf Kerry Livgrens Soloalbum „Seeds of Change“ zu hören, 2002 beim Prog-Projekt Explorers Club („Raising the Mammoth“) und 2015 bei Tommy Denanders Radioactive („F4UR“). Über die Jahre kamen weitere Gastbeiträge im Melodic-Rock-Umfeld hinzu.

Häufige Fragen

Wie viele Soloalben hat Steve Walsh veröffentlicht?

Vier: Schemer-Dreamer (1980), Glossolalia (2000), Shadowman (2005) und Black Butterfly (2017). Dazu kommen zwei Studioalben mit seiner Band Streets und ein Streets-Livealbum von 1997.

Welches Soloalbum von Steve Walsh ist der beste Einstieg?

Schemer-Dreamer, weil es noch mit Kansas-Kollegen entstand und dem Bandsound am nächsten ist. Wer härteren Prog mag, greift zu Glossolalia; Fans von Melodic Rock zu Shadowman oder Black Butterfly.

Gibt es Streets noch?

Nein. Streets existierte von 1982 bis 1985. Nach dem zweiten Album Crimes in Mind kehrte Walsh zu Kansas zurück, Mike Slamer spielte später bei Steelhouse Lane und Seventh Key, Billy Greer wurde Bassist von Kansas.

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