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Kaufberatung

Kansas Live-DVDs und Blu-rays mit Steve Walsh

Drei Filme decken die Bühnenjahre von Steve Walsh mit Kansas ab: ein Konzert von 2002, ein Orchesterabend von 2009 und eine Dokumentation über die Anfangsjahre. Hier erfährst du, welcher Kauf zu dir passt und worauf du beim Regionalcode achtest.

Device Voice Drum (2002): der Konzertfilm der Walsh-Ära

Wenn du nur eine Kansas-DVD kaufst, dann diese. Der Mitschnitt von 2002 zeigt die Band in der Besetzung, in der Steve Walsh und Robby Steinhardt nach Steinhardts Rückkehr wieder gemeinsam am Mikrofon stehen, dazu Phil Ehart, Rich Williams und Billy Greer; Steinhardt spielt die Geige, ergänzt um ein Streichquartett und den New Advent Choir als Gäste. Das Programm reicht von den frühen Epen bis zu den Hits: „Song for America“, „Icarus“, „Point of Know Return“, „Dust in the Wind“ und „Carry On Wayward Son“ sind alle dabei. Walsh ist mit 51 Jahren stimmlich noch nah an den Studioaufnahmen und übernimmt Keyboard und Gesang wie in den Siebzigern. Das Bild ist in Standardauflösung produziert, der Ton in Stereo und Surround gemischt und für eine Aufnahme dieser Zeit sauber. Wer die Songs kennt, findet sie auf den Alben Song for America, Leftoverture und Point of Know Return.

There's Know Place Like Home (2009): mit Orchester und Kerry Livgren

Das zweite Konzert entstand im Februar 2009 in Topeka, der Heimatstadt der Band, zusammen mit dem Symphonieorchester der Washburn University. Die Orchesterbegleitung gibt Stücken wie „The Wall“ und „Miracles Out of Nowhere“ die Breite, die die Band im Studio mit Mehrspur-Keyboards erzeugt hat. Kerry Livgren, der Komponist von „Carry On Wayward Son“ und „Dust in the Wind“, kommt als Gast auf die Bühne und spielt mehrere Stücke mit. Walsh ist hier fünf Jahre vor seinem Abschied zu sehen, die Stimme liegt tiefer als 2002, die Phrasierung dafür ruhiger und kontrollierter. Die Ausgabe gibt es als DVD, als Blu-ray in HD und als Set mit CD, das Bild ist deutlich schärfer als bei Device Voice Drum. Die Studioversionen der Orchesterstücke findest du auf Leftoverture und Point of Know Return.

Miracles Out of Nowhere (2015): die Dokumentation zu den Anfangsjahren

Kein Konzert, sondern die Geschichte der Band von den Clubs in Topeka bis zum Millionenerfolg mit Point of Know Return. Alle sechs Gründungsmitglieder sitzen vor der Kamera, Steve Walsh spricht ausführlich über die Zeit, in der er als Sänger ohne Plan in eine Band voller Konzeptdenker geriet. Dazu kommen Archivaufnahmen, Fotos und Live-Ausschnitte aus den Siebzigern, die es sonst nirgends offiziell gibt. Die Dokumentation erschien zum 40. Jubiläum des Debüts als DVD mit Begleit-CD, die eine Auswahl der besprochenen Songs enthält. Wer wissen will, wie „Dust in the Wind“ aus einer Fingerübung entstand, bekommt hier die Erzählung von Livgren selbst. Mehr zur frühen Phase steht im Magazin unter Die frühen Jahre.

Two for the Show und Live at the Whisky: die Alternativen auf CD

Bewegte Bilder aus den Siebzigern gibt es offiziell nur ausschnittweise, deshalb bleibt Two for the Show von 1978 die wichtigste Live-Aufnahme der Originalbesetzung. Das Doppelalbum wurde auf den Tourneen zu Leftoverture und Point of Know Return mitgeschnitten und zeigt Walsh in der Phase, in der er die Songs gerade erst auf die Bühne gebracht hatte. Die Jubiläumsausgabe zum 30. Geburtstag ergänzt eine zweite CD mit weiteren Mitschnitten derselben Tourneen. Live at the Whisky von 1992 dokumentiert die Band im kleinen Club in Los Angeles nach der Reunion, mit Walsh und Ehart als Konstanten und einem Programm, das die Klassiker mit Stücken der Achtziger mischt. Für den Preis einer einzelnen CD bekommst du hier den direkteren, weniger polierten Kansas-Sound.

Kaufberatung: welche Ausgabe für welchen Zweck

Für den Einstieg reicht Device Voice Drum, weil das Programm die komplette Walsh-Ära abdeckt und die DVD günstig zu haben ist. Wer Wert auf Bildqualität legt oder einen Blu-ray-Player hat, greift zu There's Know Place Like Home, am besten in der Ausgabe mit den beiden CDs, dann hast du das Konzert auch für unterwegs. Miracles Out of Nowhere ist die Ergänzung für alle, die die Geschichte hinter den Alben interessiert, und eignet sich gut als Geschenk für Fans, die die Konzerte schon besitzen. Die Classic Albums Collection ist keine DVD, sondern die Studioalben von 1974 bis 1983 in einer Box, also die passende Grundlage, wenn du nach dem Konzertfilm die Originale nachhören willst.

Regionalcode und Import: das prüfst du vor dem Kauf

Kansas-Veröffentlichungen kommen aus den USA, und dort gilt für DVDs Region 1, in Deutschland Region 2. Die hierzulande angebotenen Ausgaben sind meist als Region 2 oder als „All Regions“ ausgewiesen und laufen problemlos, bei Marketplace-Importen steht der Code aber nicht immer dabei. Schau in der Artikelbeschreibung nach dem Regionalcode oder nach dem Hinweis „regionfrei“, bevor du bestellst, und lies bei Unklarheit die Fragen unter dem Angebot. Bei Blu-rays gilt dasselbe für die Ländercodes A (USA) und B (Europa), wobei viele US-Blu-rays regionfrei gepresst sind, was der Hersteller aber nicht garantiert. Die Preise für vergriffene Ausgaben schwanken stark, deshalb lohnt der Vergleich mehrerer Angebote derselben Scheibe.

Häufige Fragen

Welche Kansas-DVD zeigt Steve Walsh am besten?

Device Voice Drum von 2002. Walsh singt hier das komplette Programm der Siebzigerjahre selbst, steht mit Robby Steinhardt wieder in der Doppelbesetzung am Mikrofon und ist stimmlich in guter Verfassung. Wer nur einen Konzertfilm kaufen will, nimmt diesen.

Laufen die Kansas-DVDs auf einem deutschen Player?

Die in Deutschland gehandelten Ausgaben sind in der Regel als Region 2 oder regionfrei ausgewiesen und laufen auf hiesigen Playern. Bei Importen aus den USA prüfst du vor dem Kauf den Regionalcode, denn Region-1-Scheiben spielen viele deutsche Geräte nicht ab. Ein Hinweis wie „All Regions“ in der Artikelbeschreibung ist hier das entscheidende Merkmal.

Gibt es Kansas-Konzerte auf Blu-ray?

There's Know Place Like Home ist neben der DVD auch als Blu-ray erschienen und bietet das Orchesterkonzert von 2009 in HD. Device Voice Drum gibt es nur auf DVD, weil die Aufnahme von 2002 in Standardauflösung produziert wurde. Für Blu-ray-Spieler zählt zudem der Ländercode A oder B, den du beim Import ebenfalls prüfen solltest.

Ist Miracles Out of Nowhere ein Konzertfilm?

Nein, es ist eine Dokumentation über die Anfangsjahre der Band von Topeka bis zum Erfolg von Point of Know Return. Steve Walsh, Kerry Livgren und die übrigen Gründungsmitglieder kommen ausführlich zu Wort, dazu gibt es historisches Material. Live-Ausschnitte sind enthalten, aber kein durchgehendes Konzert.

Reicht Two for the Show statt einer DVD?

Wenn dir der Ton wichtiger ist als das Bild, ja. Das Doppelalbum von 1978 fängt die Originalbesetzung auf dem Höhepunkt ein und ist damit die einzige Live-Veröffentlichung aus der Zeit, in der die Hits gerade erst entstanden waren. Bewegte Bilder von Walsh in dieser Ära gibt es allerdings nur ausschnittweise in der Dokumentation.

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