
Kansas auf Vinyl kaufen: alle wichtigen LPs im Überblick
Leftoverture und Point of Know Return bekommst du als aktuelle Reissues für 25 bis 35 Euro, die frühen Kirshner-Originale kosten gebraucht schnell das Fünffache. Hier findest du die acht wichtigsten Kansas-LPs der Walsh-Ära mit Einordnung, Preisrahmen und Direktlink.








Leftoverture (1976): die erste LP für jede Kansas-Sammlung
Mit Leftoverture gelang Kansas 1976 der Durchbruch. „Carry On Wayward Son“ stammt aus der Feder von Kerry Livgren, doch es ist Steve Walshs Stimme, die den Song trägt und die bis heute auf jeder Rock-Playlist landet. Auf Vinyl ist das Album die logische erste Anschaffung: Es gibt aktuelle Reissues, darunter Auflagen auf 180 Gramm, und die Preise liegen im normalen Rahmen. Die Kirshner-Erstpressung mit Klappcover wird dagegen als Sammlerstück gehandelt und kostet deutlich mehr. Wer nur ein Kansas-Album auf Platte haben will, nimmt dieses.
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Point of Know Return (1977): der Bestseller mit „Dust in the Wind“
Point of Know Return ist kommerziell das erfolgreichste Album der Band. „Dust in the Wind“ hat wieder Livgren geschrieben, der Titelsong stammt von Walsh, Robby Steinhardt und Phil Ehart, und Walsh singt ihn mit einer Wucht, die das Album eröffnet wie ein Startschuss. Als LP ist es ähnlich gut verfügbar wie Leftoverture und häufig sogar günstiger. Für Einsteiger ist es die ideale zweite Platte, weil es die Bandbreite der Walsh-Ära zwischen akustischer Ballade und Prog-Epos wie „Closet Chronicles“ auf einer Scheibe zeigt.
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Song for America und Masque (1975): die frühen Jahre auf Vinyl
1975 veröffentlichte Kansas gleich zwei Alben. Song for America ist das ambitioniertere mit dem zehnminütigen Titelstück, Masque das härtere und kompaktere, auf dem Walshs Orgel und Stimme Stücke wie „Icarus (Borne on Wings of Steel)“ prägen. Beide Alben wurden in den letzten Jahren neu auf Vinyl aufgelegt, sodass du für den Preis einer einzelnen Original-LP beide Reissues bekommst. Wer die Entwicklung der Band vom Debüt bis Leftoverture nachhören will, kommt an diesen beiden Platten nicht vorbei. Für den Anfang reicht aber eines der beiden, und Masque ist der zugänglichere Einstieg.
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Two for the Show (1978): das Doppel-Live-Album
Two for the Show dokumentiert die Band auf der Tour zu ihren beiden erfolgreichsten Alben. Auf keiner anderen Platte hörst du so deutlich, was Steve Walsh live ausgemacht hat: die hohen Lagen ohne Netz, das Wechselspiel mit Steinhardt, die Energie zwischen den Stücken. Als Doppel-LP im Klappcover ist es ein schönes Objekt, aber die Originale sind gebraucht teuer und aktuelle Vinyl-Auflagen selten. Wenn du das Album vor allem hören willst, ist die CD-Ausgabe zum 30. Jubiläum mit zusätzlichem Material die praktischere Wahl; die LP bleibt ein Ziel für Sammler.
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Kansas (1974): das Debüt als Sammlerstück
Das Debüt von 1974 stellt den Doppelgesang von Walsh und Steinhardt vor und legt den Grundstein für alles, was danach kam. Auf Vinyl ist es vor allem in Form gebrauchter Originale zu finden, und die Preise spiegeln das wider. Für Einsteiger ist das Album deshalb kein Pflichtkauf, für Sammler dagegen der Anfang der Reihe. Achte beim Kauf darauf, dass Cover und Platte zusammengehören, denn bei alten Pressungen wurden Hüllen und Scheiben über die Jahrzehnte oft getauscht.
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Monolith und Audio-Visions: das Ende der ersten Walsh-Phase
Monolith von 1979 war das erste Album, das die Band selbst produzierte, und mit „People of the South Wind“ hatte es einen radiotauglichen Hit. Audio-Visions von 1980 ist das letzte Album, bevor Walsh die Band verließ und John Elefante für zwei Alben ans Mikrofon trat. Beide LPs sind bei Amazon fast nur als gebrauchte Originale gelistet, was die Preise nach oben treibt. Für die Sammlung sind sie interessant, weil sie die letzte Phase der Originalbesetzung abbilden. Wer sie nur hören will, greift zur CD und wartet auf eine Neuauflage.
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Power (1986): Walshs Rückkehr auf MCA
Nach dem Ende der Kirshner-Jahre und dem Zwischenspiel mit seiner Band Streets kehrte Steve Walsh 1986 zu Kansas zurück. Power erschien bei MCA, mit Steve Morse an der Gitarre und „All I Wanted“ als Radio-Hymne. Die LP-Originale aus den Achtzigern sind gebraucht oft günstiger als die Siebziger-Alben, weil die Nachfrage kleiner ist. Für dich heißt das: Wenn du die zweite Walsh-Phase auf Vinyl haben willst, ist Power ein preiswerter Einstieg und klanglich typisch für die Produktion jener Jahre.
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Welche Pressung soll es sein: Original, Reissue oder 180 Gramm?
Die Kansas-Alben der Siebziger erschienen in den USA auf Kirshner, in Europa über CBS und Epic. Diese Originale sind das Ziel vieler Sammler, aber sie tragen 40 bis 50 Jahre Gebrauch mit sich. Aktuelle Reissues, etwa von Music On Vinyl oder aus dem Sony-Legacy-Katalog, werden in der Regel auf 180 Gramm gepresst, kommen neu und leise aus der Hülle und kosten einen Bruchteil. Für den Klang im Alltag ist ein Reissue meist die bessere Wahl. Das Original lohnt sich, wenn dir das Klappcover der ersten Auflage, die Innenhülle mit Texten und die Herkunft wichtig sind. Bei Alben ohne aktuelle Neuauflage, etwa dem Debüt oder Monolith, bleibt ohnehin nur der Gebrauchtmarkt.
Gebraucht kaufen: worauf du achten solltest
Bei gebrauchten LPs entscheidet der Zustand über den Preis. Achte auf die Zustandsangabe für Platte und Cover getrennt, denn ein makelloses Cover sagt nichts über Kratzer auf der Scheibe. Frag beim Verkäufer nach, ob die Original-Innenhülle beiliegt und ob das Klappcover an den Kanten aufgeplatzt ist. Bei Amazon-Angeboten von Drittanbietern lohnt ein Blick auf die Verkäuferbewertungen, weil Zustandsbeschreibungen dort oft knapp ausfallen. Rechne bei Preisen jenseits von 100 Euro damit, dass du für Seltenheit zahlst, nicht für besseren Klang.
CD-Remaster oder LP?
Die CD-Remaster der Kansas-Alben, etwa die Expanded Editions mit Bonustracks, bieten mehr Musik und oft ein erweitertes Booklet. Die LP liefert dafür die Original-Abfolge ohne Anhängsel, das große Artwork und ein Hörerlebnis, das zum Prog-Rock der Siebziger passt: eine Seite am Stück, dann umdrehen. Wer die Walsh-Ära vollständig hören will, fährt mit den CDs günstiger. Wer die wichtigsten Alben als Objekt im Regal will, nimmt die LPs, allen voran Leftoverture und Point of Know Return. Eine Übersicht aller Alben findest du in der Diskografie.
Häufige Fragen
Welches Kansas-Album sollte ich zuerst auf Vinyl kaufen?
Leftoverture von 1976. Es enthält „Carry On Wayward Son“, ist als Reissue gut verfügbar und zeigt Steve Walsh und die Band auf dem Höhepunkt ihrer Form. Danach folgt Point of Know Return, das die Erfolgsformel mit „Dust in the Wind“ fortsetzt.
Gibt es Leftoverture als 180-Gramm-Pressung?
Ja, Leftoverture ist als 180-Gramm-Reissue erschienen, allerdings ist die Verfügbarkeit bei Amazon schwankend und einzelne Auflagen sind zeitweise vergriffen. Wenn du eine schwere Pressung willst, lohnt ein Blick auf die aktuellen Angebote und notfalls etwas Geduld bis zur nächsten Auflage.
Lohnt sich das Original von 1976?
Für Sammler ja, für reine Hörer nicht unbedingt. Ein gut erhaltenes Kirshner-Original hat Klappcover, Innenhülle und die Aura der Erstauflage, kostet aber ein Vielfaches eines Reissues. Wer das Album einfach nur hören will, bekommt mit einer aktuellen Pressung den besseren Gegenwert.
Was kostet eine Kansas-LP?
Aktuelle Reissues von Leftoverture, Point of Know Return, Song for America oder Masque liegen meist zwischen 25 und 35 Euro. Originale der Kirshner-Ära, das Debüt von 1974, Monolith oder das Doppelalbum Two for the Show werden gebraucht häufig für 100 bis 200 Euro angeboten, je nach Zustand.
Klingt die LP besser als das CD-Remaster?
Das ist Geschmackssache. Die CD-Remaster bieten Bonustracks, mehr Lautstärke und teils erweiterte Booklets. Die LP liefert die Original-Abfolge, das große Klappcover und einen Klang, den viele Fans als wärmer empfinden. Wer beides will, kombiniert eine Reissue-LP mit der Expanded-CD.
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