Always Never the Same (1998)
Das Orchesteralbum von 1998: Kansas spielt seine Klassiker mit dem London Symphony Orchestra neu ein, dazu drei neue Songs von Steve Walsh und ein Beatles-Cover. Dreizehn Titel, über 71 Minuten, Robby Steinhardt zurück in der Band, Arrangements von Larry Baird. Keine Charts, aber das letzte Kansas-Album mit Songs aus Walshs Feder.
Lead-Gesang: Steve Walsh und Robby Steinhardt · Aufnahme: Band in Atlanta (Southern Tracks, Electric Landlady, Tree Sound), Orchester in den Abbey Road Studios, September 1997 bis Februar 1998; Produzenten Phil Ehart, Rich Williams, Trammell Starks
Entstehung: Kansas mit dem London Symphony Orchestra
Always Never the Same ist das Album, auf dem Kansas seine Klassiker mit einem Symphonieorchester neu einspielte. Die Band nahm ihre Parts zwischen September 1997 und Februar 1998 in Atlanta auf (Southern Tracks, Electric Landlady, Tree Sound), das London Symphony Orchestra in den Abbey Road Studios, arrangiert und dirigiert von Larry Baird. Produzenten waren Phil Ehart, Rich Williams und Trammell Starks, gemischt hat Jeff Glixman, das Mastering übernahm Greg Calbi. Das Album erschien am 19. Mai 1998 bei River North Records, in Europa bei Edsel, in Japan bei Victor. Die Besetzung: Walsh, Robby Steinhardt (zurück seit 1997), Williams, Billy Greer und Ehart.
Die Songs: neun Klassiker, vier neue Stücke
Dreizehn Titel, über 71 Minuten. Die Klassiker: „Dust in the Wind“, „Song for America“, „Miracles Out of Nowhere“, „Hold On“, „Cheyenne Anthem“, „The Wall“ und „Nobody's Home“, dazu ein Medley aus „Carry On Wayward Son“, „Point of Know Return“, „Opus Insert“ und „Lamplight Symphony“ unter dem Titel „Prelude & Introduction“. Der Opener ist ein Cover von „Eleanor Rigby“ der Beatles, „Preamble“ ein reines Orchesterstück von Baird. Neu geschrieben hat Steve Walsh drei Songs: „In Your Eyes“, das fast achtminütige „The Sky Is Falling“ und „Need to Know“. „Carry On Wayward Son“ wurde in den Sessions ebenfalls komplett aufgenommen, für ein mögliches zweites Orchesteralbum, aber nie veröffentlicht.
Walshs Rolle
Walsh singt die Leadstimme, spielt Keyboards und steuerte mit „In Your Eyes“, „The Sky Is Falling“ und „Need to Know“ die einzigen neuen Songs des Albums bei. Es war das letzte Kansas-Album mit Songs aus seiner Feder: Auf Somewhere to Elsewhere schrieb Kerry Livgren alles allein, und nach seinem Ausstieg 2014 erschienen die Alben mit Ronnie Platt. Die Neuaufnahmen zeigen Walshs Stimme zwanzig Jahre nach den Originalen, tiefer und rauer, aber mit Steinhardt wieder an seiner Seite, dessen Geige neben dem Orchester die Arrangements trägt. Mehr zu Steinhardts Rückkehr im Profil von Robby Steinhardt.
Rezeption und Charts
Keine Chartplatzierung, keine Zertifizierung. Für die Band war das Album trotzdem prägend: Die Orchester-Arrangements von Larry Baird wurden danach jahrelang mit lokalen Symphonieorchestern live gespielt, dokumentiert auf There's Know Place Like Home von 2009. Für Fans ist Always Never the Same das Album, das die Siebziger-Klassiker in großem Format zeigt, die Originale ersetzt es nicht, es ergänzt sie.
Editionen
Original-CD 1998 bei River North. 2007 erschien in Europa eine Ausgabe bei Weton-Wesgram unter dem Titel „Dust In The Wind. Classic Rock Songs“, die im Handel leicht mit einer Compilation verwechselt wird. 2016 folgte The Store For Music, 2017 eine remasterte Ausgabe bei Vivid Sound in Japan, 2022 eine limitierte LP bei Night Of The Vinyl Dead in Italien. Achte beim Kauf auf die Titelangabe, viele Ausgaben tragen nicht den Originaltitel.
Warum das Album für Fans zählt
Always Never the Same ist kein Einstiegsalbum, aber ein Sammlerstück: die einzige Studioaufnahme der Klassiker mit Orchester, die Rückkehr von Steinhardt und drei der letzten Songs, die Walsh für Kansas schrieb. Wer die Orchester-Arrangements live hören will, greift zur DVD von There's Know Place Like Home. Alle Alben der zweiten Phase in der Diskografie.
Tracklist von Always Never the Same
| Nr. | Titel | Länge | Autor(en) | Lead-Gesang |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Eleanor Rigby | 3:22 | Lennon, McCartney | |
| 2 | Dust in the Wind | 4:01 | Livgren | |
| 3 | Preamble | 3:25 | Larry Baird | Orchester |
| 4 | Song for America | 9:15 | Livgren | |
| 5 | In Your Eyes | 4:30 | Walsh | |
| 6 | Miracles Out of Nowhere | 6:27 | Livgren | |
| 7 | Hold On | 4:18 | Livgren | |
| 8 | The Sky Is Falling | 7:50 | Walsh | |
| 9 | Cheyenne Anthem | 7:29 | Livgren | |
| 10 | Prelude & Introduction | 4:53 | Ehart, Greer, Steinhardt, Walsh, Williams, Baird | |
| 11 | The Wall | 5:29 | Livgren, Walsh | |
| 12 | Need to Know | 4:02 | Walsh | |
| 13 | Nobody’s Home | 6:04 | Livgren, Walsh |
Besetzung
- Steve Walsh: Keyboards, Lead-Gesang
- Robby Steinhardt: Violine, Lead- und Backing-Gesang
- Rich Williams: Gitarren
- Billy Greer: Bass, Gesang
- Phil Ehart: Schlagzeug
- Gast: London Symphony Orchestra, Arrangement und Dirigat Larry Baird
Charts und Auszeichnungen
- US Billboard 200: keine Platzierung
- Deutschland: keine Platzierung
- Auszeichnungen: keine
Walshs Anteil an Always Never the Same
Walsh singt die Leadstimme, spielt Keyboards und schrieb die drei neuen Songs „In Your Eyes“, „The Sky Is Falling“ und „Need to Know“. Es sind die letzten Kansas-Stücke aus seiner Feder.
Häufige Fragen zu Always Never the Same
Welches Orchester spielt auf Always Never the Same?
Das London Symphony Orchestra, aufgenommen in den Abbey Road Studios, arrangiert und dirigiert von Larry Baird.
Welche neuen Songs enthält das Album?
„In Your Eyes“, „The Sky Is Falling“ und „Need to Know“ von Steve Walsh sowie das Orchesterstück „Preamble“ von Larry Baird. Alle anderen Titel sind Neuaufnahmen von Kansas-Klassikern und ein Beatles-Cover.
Warum heißt eine Ausgabe „Dust In The Wind. Classic Rock Songs“?
Weil Weton-Wesgram das Album 2007 in Europa unter diesem Titel neu auflegte. Der Inhalt ist identisch mit Always Never the Same.
Weiterlesen
- There’s Know Place Like Home: die Orchester-Arrangements live
- Robby Steinhardt: Rückkehr 1997
- Dust in the Wind: Geschichte des Songs
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